Geochaching- Schnitzeljagd 2.0

Nicht ganz neu aber  in Ostfriesland noch nicht so richtig angekommen ist die moderne Form der Schnitzeljagd.

Der Begriff „Geochaching“ setzt sich aus dem griechischen Wort „Geo“ für „Erde“ und dem englischen Begriff „cache“ für „geheimes Lager“. Und wie funktioniert´s?

In den Communities im Internet werden GPS- Koordinaten veröffentlicht. Mit diesen Daten kann man einen Ort finden, an dem das sogenannte „Cache“ versteckt ist. Hierbei handelt es sich fast immer um ein wasserdichtes Behältnis, in dem sich ein Logbuch und, bei entsprechende Größe, ein Tauschobjekt befinden. In das Logbuch trägt der Finder seinen Namen ein und legt es zurück. Das Tauschobjekt darf herausgenommen und durch ein mitgebrachtes ersetzt werden. Das Bild zeigt das internationale offizielle Geocaching- Logo.

Bereits 1854 gab es in England das sogenannte „Letterboxing“ bei dem man mit einer Karte und einem Kompass ausgerüstet auf die Suche nach versteckten Boxen ging. Hatte man diese gefunden, so entnahm man der Box einen Stempel und stempelte sich die Bestätigung des Fundes in ein extra Stempelheft. Daraus entwickelte sich das moderne Geocaching. Seit der Abschaltung der künstlichen Verschlechterung der Genauigkeit (Selective Availability) des GPS-Signals für nichtmilitärische Zwecke durch die US-Regierung  2000, was die Genauigkeit von ca. 100 Meter auf etwa 10 Meter erhöht, ist Geocaching erst möglich. Und genau um diesen Umstand zu feiern, rief der Amerikaner Dave Ulmer dazu auf, ein Spiel zu spielen, bei dem kleine Schätze versteckt und mithilfe von GPS gefunden werden sollten. Das moderne Geocaching war geboren.

Geocacher halten sich an versciedene Regeln. So sind unter den Tauschgegenständen verderbliche Lebensmittel oder gefährliche Gegenstände wie Messer oder Srteichhölzer verboten, da vielen Familien mit Kindern  mitspielen. Auch gilt die Regel: "Tausche gleichwertig, höherwertig oder verzichte auf den Tausch". So soll vermieden werden, dass sich der "Schatz" entwertet. Wer im Tausch für das entnommene Objekt nichts gleich- oder höherwertiges zurücklegen kann, der sollte auf den Tausch verzichten.

Die Geocacher legen großen Wert darauf, den "Cache" gut vor den "Muggles", wie sie die Nicht-Eingeweihten in Anlehnung an die Nicht-Zauberer bei Harry Potter nennen, zu verstecken. Dennoch sollte jeder Cache den Hinweis tragen, dass es sich um einen solchen und nicht etwa um Müll handelt, damit eventuelle Zufallsfinder Bescheid wissen und den Cache wieder an den Fundort zurücklegen, statt ihn zu entsorgen. Es gibt bei den Caches verschiedene Größen und auch verschiedene Arten. Der "normale" Cache ist bereits beschrieben. Es gibt aber auch Mystery-Caches, bei denen es erst Rätsel zu lösen gilt, bevor der Cache gefunden werden kann, oder Caches, die nicht zu einem "Schatz" sondern einem besonderen, sehenswerten Ort führen. Es gibt Caches, die nur bei Nacht gefunden werden können, welche die unter Wasser liegen oder für die man klettern muss, um sie zu erreichen.

Wer sich für´s Geocaching interessiert, kann sich unter www.geocaching.de genauer informieren.

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